Ich entwickle eine Ausdrucksanthropologie des Schreibens. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass die selbst hervorgebrachte Spur zu einem Ort der Selbstbegegnung werden kann.
Meine künstlerische und theoretische Arbeit zielt auf die Entwicklung einer Ausdrucksanthropologie des Handschreibens. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der Mensch seiner eigenen, selbst erzeugten Spur begegnet und welche Bedeutung diese Begegnung für sein Selbstverständnis haben kann.
Ich gehe neue Wege im Schreiben. Im Schreiben-lehren und -lernen. Mit Erfolg – von Anfang an. Denn ich habe Schreiben schon früh als Spur des Denkens und der Emotionen empfunden – nie als Pflichtübung. Im Kontrast zum Digitalen schenkt uns das Schreiben mit der Hand etwas Unverzichtbares: Persönlichkeit. Präsenz. Kraft. Und Freude – Ja – besonders die!
Grundlage dieser Arbeit sind mein Studium der Typografie und Kalligrafie, vierzig Jahre berufliche Schreiberfahrung, meine künstlerische Praxis der Philografie und meine Forschungen zur Schreibbewegung.
Mein Credo lautet: Schreiben ist Menschsein – Scribere est humanitas!
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