Was bedeutet Schreiben überhaupt für einen Menschen? Warum ist Schreiben Menschsein? Warum habe ich das Europäische Institut für Handschrift & Philografie gegründet? Ich erweitere den Begriff des Schreibens – als Ausdruck von Denken, Körper, Persönlichkeit und künstlerischer Freiheit...
… weil sie Geschenke sind – die handgeschriebenen Spuren – authentisch, spontan, intuitiv, emotional und unregelmaßig! In Zeiten digitaler Überreizung zeigt die Handschrift ihre große Stärke: sie ist Ausdruck des Menschseins. Wenn wir nur noch tippen, aber nicht mehr schreiben, verlieren wir nicht die Sprache – wir verlieren die körperliche Beziehung zum Denken.
Warum ich meine Handschrift-Kunst „Philografie“ nenne. Ich nenne meine Kunst Philografie, weil der Begriff „Handschrift“ im allgemeinen Verständnis meist das Schriftbild als Ergebnis meint – also Form, Leserlichkeit und Gestaltung. Meine Arbeit setzt jedoch früher an: beim Vollzug des Schreibens selbst. Im Zentrum steht nicht das fertige Schriftbild, sondern der Bewegungs- und Ausdrucksprozess, aus dem Schrift überhaupt erst entsteht. Die Handschrift ist dabei kein Stilmittel, sondern eine unmittelbare Spur von Körper, Gehirn und Zeit im Moment des Schreibens. Der Begriff Philografie bezeichnet genau diese Perspektive: Schreiben als Ereignis des Entstehens, nicht als gestaltetes Ergebnis. Damit wird klar unterschieden: Kalligrafie: Gestaltung des Schriftbildes – dagegen Philografie: Vollzug der Schriftentstehung
Ich gehe neue Wege im Schreiben. Und im Lehren. Mit Erfolg – von Anfang an. Denn ich habe Schreiben schon früh als Spur des Denkens und der Emotionen empfunden – nie als Pflichtübung. Im Kontrast zum Digitalen schenkt uns das Schreiben mit der Hand etwas Unverzichtbares: Persönlichkeit. Präsenz. Kraft. Und Freude – Ja – besonders die!
Mein Weg:
Mir ist das Schreiben nach meinen Studien (Typografie, Kommunikationsdesign und Kunst) auf eine ganz ungewöhnliche Weise begegnet – jenseits der üblichen Bildungsdogmen: völlig frei und befreiend, als das neue Kunstformat der geschrieben Interpretation. Meine Handschrift und die daraus hervorgehende Kunst tragen die Bezeichnung Philografie – als Abgrenzung zur Kalligrafie, dem tradierten „Schönschreiben“. Für Schreibanfänger entwickelte ich TIETUS, eine multisensuelle Schreiblern-Didaktik – die die Lebendigkeit das Schreibens vom ersten Buchstaben an erfahrbar macht.
Ich bin professionelle Schreib-Künstlerin und Hand- und Unterschrift-Coach. Ich bewege mich seit vielen Jahren im Grenzbereich von Sprache, Kunst und Charisma.
Ich studierete an der HAW und bin Absolventin der legendären Kunstschule Alsterdamm (dort war ich später Dozentin für Art-Writng). Seit vielen Jahren öffne ich neue Schreibräume: freifließend, sinnstiftend und selbstbewusst.
Mein Credo lautet: Schreiben ist Menschsein – Scribere est humanitas!
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